Würdevolles Sterben -Ich habe es aus Liebe getan-

Würdevolles Sterben -Ich habe es aus Liebe getan-
Das hört man immer wieder, wenn es um das Thema Euthanasie geht…
 
Aber was bedeutet denn -Würdevolles Sterben- konkret, was verbirgt sich hinter diesem Begriff und deckt sich das dann mit der Realität, oder wird das auch nur -fälschlich- benutzt, ebenso wie das Wort Hospizbegleitung -ich schrieb bereits darüber- nur „bis zur Spritze“ benutzt wird, bei den, fast ausschließlich, sogenannten „Tierhospizen“.
Geht es dem Ende des Lebens zu, wünscht es sich in der Regel jeder so angenehm wie möglich, möglichst Zuhause, friedlich und umgeben von dem und denen was/die man liebt.
Würdevolles Sterben definiert und erklärt sich in allererster Linie durch die Selbstbestimmung des Sterbenden. SELBST und keinesfalls beendet von Außen!
Aus meiner jahrzehntelangen Erfahrung heraus und nach vielen hunderten Gesprächen, höre ich die Beteiligten und Menschen sagen, dass es sich in Würde stirbt, wenn man sich auf den Tod vorbereitet hat, wenn man die Gelegenheit hatte, Abschied zu nehmen, seine Liebsten bei sich hat(te) und seine Aufgabe, die man hier in dieser Inkarnation hatte erfüllt hat und wichtige Dinge und Lernaufgaben lösen und weitergeben konnte.
Ein Lebewesen geht dann in Würde, wenn er oder sie sich mit dem Sterben und mit dem Karma und einer Reinkarnation beschäftigen konnte, egal ob er/sie in eigentlichen Sinne kirchlich gläubig ist, das ist unabhängig davon.
Viele finden auch erst zum Ende ihres Lebens diesen -ihren- Weg, meditieren vielleicht, singen oder rezitieren Mantras.
Sterben in Würde bedeutet im Einklang mit sich und der Natur -dem Außen- zu sein, Frieden mit sich und allen(m) um einen herum gefunden/geschlossen zu haben und dann zu entscheidem, jetzt ist meine Zeit gekommen, jetzt entscheide ICH -und niemand anderes- über meinen weiteren Weg, in Frieden sterben zu können wann ICH es möchte und für richtig halte.
Wenn im Moment des Todes die Lieben um einen herum sind -der Sterbende das auch möchte- und vielleicht z.B. ein (gemeinsames) Gebet gesprochen wird, ein schönes Ritual vollzogen wird oder geliebte Musik erklingt, ist auch das wieder eine schöne Möglichkeit und große Unterstützung für einen würdevollen Tod.
Wenn das Lebewesen natürlich (und liebevoll begleitet) gehen kann und das Leben nicht -unnatürlich und erzwungen- künstlich verlängert wird, dann ist das auch Sterben in Würde.
Sterben in Würde bedeutet also, den Willen des Sterbenden, sein elementares Recht auf Selbstbestimmung, zu achten und zu respektieren und nicht übergriffig Leben zu beenden.
Aus Sicht eines Sterbenden bedeutet Sterben in Würde auch, den Tod anzunehmen, ihn nicht als schrecklich und Feind zu empfinden/sehen.
Ich wünsche jedem Tier und jedem Menschen von ganzem Herzen diesen Weg!
… Daher, wie verträgt sich das dann mit einer Euthanasie …
Eure BiBi

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