Warum keine Komplexmittel?

Warum keine Komplexmittel?
Ihr Lieben!
Als klassische Homöopathin lehne ich Komplexmittel, aus guten Gründen, ab, denn sie schauen nicht auf das Ganze des Patienten und sind nicht individuell auf ihn abgestimmt.
Jede(r) bekommt den gleichen Mischmasch und da wird auch Mittel x für „Krankheit“ y gegeben.
Sie haben daher mit klassischer Homöopathie nichts gemein.
Denn da gibt man weder verschiedene Mittel gemischt durcheinander, noch in klinischer Dosierung (3x täglich 3 o.ä.), noch in Niedrigpotenzen, zumal verschiedene Mittel sich stören, oder auch verfälschen können.
Beispiel:
Kein Fall gleicht dem anderen und somit kann es auch nicht heißen, bei Übelkeit oder Schmerzen oder Entzündungen oder Nierenproblematiken gibt man z.B. Nux vomica D irgendwas (oder Zeel oder Traumeel, oder SUC etc.).
Jeder Fall wird gesondert behandelt. Es gibt unzählige Arten von Übelkeit, Schmerzen und Entzündungen und Nierenproblematiken, deshalb kann z.B. Nux vomica D irgendwas, bei dem einen Patienten mit Übelkeit etc. angezeigt sein, bei einem anderen der ebenfalls unter Übelkeit etc. leidet, jedoch nicht.
Man betrachtet immer auch die weiteren (körperlichen und seelischen) Symptome, sowie die ganze (Lebens)Geschichte, die bei jedem Patienten sehr unterschiedlich ausgeprägt und vielfältig sein können.
Klassische Homöopathie bedeutet, daß ich ausschließlich mit Einzelmitteln in hoher Potenz – ab C-Potenzen, die einmalig (und in ganz seltenen Fällen mit LM- oder Q-Potenzen die mehrmalig) gegeben werden – , arbeite und auch nur mit jeweils einem!!! Mittel gleichzeitig.
Ich nutze weder Komplexmittel (diese bestehen aus mehreren Einzelmitteln in teilweise verschiedenen Potenzen) noch arbeite ich nach der klinischen Homöopathie, (Mittel werden gegen bestimmte Symptome gegeben, also z.B. jemand hat tränende Augen und es wird immer das gleiche Mittel xy dafür empfohlen).
Ich arbeite auch nicht nach einer Dosierung an die Schulmedizin (klinisch) angelehnt, also z.B. 3x täglich 3 Globuli und auch Niedrigpotenzen im D-Potenzen-Bereich werden von mir nicht empfohlen.
Das alles hat wie gesagt mit klassischer Homöopathie nichts zu tun.
Das Schöne und Interessante bei der klassischen Homöopathie ist, daß Mittel xy nicht „gießkannenmäßig“ (wie z.B. die schulmedizinischen Mittel) bei einem bestimmten Problem, sondern genau passend auf das jeweilige Individuum abgestimmt eingesetzt werden.
Versucht mal von einem Flugzeug aus Euren Garten mit einer Gieskanne zu bewässern – das funktioniert nicht … und genau so sind aber Komplexmittel ausgelegt.
Für die „breite Masse“ und den TA, der sich nicht die Mühe einer seriösen mehrstündigen Anamnese macht.
Und wenn es dann nicht vernünftig wirkt, ist natürlich die Homöopathie Schuld, anstatt zu sehen, warum nicht, was ganz logisch ist.
Ein Laie kann das natürlich nicht wissen und erkennt nicht den Unterschied, sieht nur das (fehlende) Ergebnis.
 
Eure BiBi

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